Stanmandlan

AntholzerseeWer sich auf einen Spaziergang rund um den drittgrößten Südtiroler See, den Antholzer See in der Gemeinde Rasen-Antholz begibt, wird auf einen bezaubernden Uferabschnitt stoßen, der von zahlreichen Stanmandlan, also Steinmännchen geziert wird und einen wunderschönen Ausblick auf das ca. 43 Hektar große Gewässer gewährt. Doch, was haben denn derart viele Steinmännchen an einem Seeufer verloren?

Besagte steinerne Gebilde werden seit Menschengedenken in sämtlichen Bergregionen der Welt als Wegmarken errichtet, auch heute noch dienen sie – wenn auch nicht mehr ausschließlich, da ihre Funktion vielfach durch Farbmarkierungen und Wegschilder ersetzt wurde – als Orientierungspunkte in besonders unwegsamem Gelände.
Doch offensichtlich üben diese steinernen Wesen auch eine gewisse Faszination auf uns Menschen aus, da man sie heute doch vielerorts an Stellen vorfindet, an denen sie keinen Weg weisen müssen: Vielmehr scheint es so, dass sie von Wanderern, die ihr Verweilen an dem Ort verewigen möchten, aufgeschichtet werden.
Auch dies ist eine uralte Gewohnheit des Menschen: eine Spur auf dieser Welt hinterlassen zu wollen, manchmal eben in Form eines Stanmandls.

Stanmandlan

 

 

 

 

 

Foto: SiMedia|Monika L.

 

 

 

 

 

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Author:Renate Hofer

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