Ein Buch für jede Südtiroler Familie

Buchcover Mein Südtirol-BuchVor einigen Tagen ist ein neues Buch erschienen, das in den kommenden Monaten das meistverkaufte Buch in Südtirol werden wird. Illustriert von der bekannten Grafikerin Evi Gasser und verfasst von Kathrin Gschleier widmet sich „Mein Südtirol-Buch“ auf anschauliche Art und Weise dem Geschehen in Südtirol, seiner Geschichte, seiner Natur, seiner Geographie, seiner Kultur und seinen Bewohnern in Pflanzen-, Tier- und Menschengestalt.

Konzipiert ist das 110 Seiten starke Werk als Kindersachbuch, doch der Untertitel („Ein buntes Sachbuch für die ganze Familie“) suggeriert bereits, dass es auch für Erwachsene noch einiges zu entdecken gibt. Insgesamt ist es vielleicht etwas zu dicht und überladen ausgefallen, doch es enthält wirklich eine erstaunliche Vielzahl einerseits an Meilensteinen und Basiswissen-Elementen, andererseits an Kuriosa, an Rekorden und an witzigen Details.

Hier ein paar Exzerpte aus dem Buch, die auch Heimatkundigen nicht allgemein bekannt sein dürften:

  • Im Gadertal wurden auf 2.800 Metern Meereshöhe die Skelette von über 60 prähistorischen Höhlenbären sowie die Überreste eines Höhlenlöwen gefunden.
  • 176 Seen gibt es in Südtirol: von tollen Badeseen (der Kalterer See ist der wärmste der Alpen) bis zu verlassenen Bergseen (der Wilde See ist mit 46 Metern der tiefste) ist für jeden etwas dabei.
  • Im 19. Jahrhundert mussten viele Kinder (zwischen 5 und 14 Jahren) aus armen Vinschger Bauernfamilien über den Sommer zu Fuß nach Schwaben wandern und dort sich als Hirten, Knechte und Mägde verdingen.
  • Naturspektakel: In Südtirol findet die höchsten Erdpyramiden Europas sowie die größte Weinrebe Europas, zudem Krampuslöcher und Hexenbänke, Mammutbäume und Urlärchen, Eislöcher und Jahrhunderte alte Stoanmandln.
  • In den Bergbaugebieten um Sterzing (Ridnaun, Pflersch, Gossensass) arbeiteten zu Blütezeiten rund 10.000 Knappen.
  • Dass Salurn die südlichste Gemeinde Südtirols ist, ist bekannt; doch welche ist die nördlichste, welche die östlichste, welche die westlichste?
  • In Pardell bei Latzfons wehrten sich im Jahr 1797 wütende Frauen mit Steinen, Heugabeln und Sensen gegen anrückende französische Soldaten und schlugen sie in die Flucht.
  • Die spektakulärsten Wasserfälle sind die Fragsburger Wasserfälle (bei Meran) sowie die Barbianer Wasserfälle; als schönste werden häufig jene von Partschins genannt.
  • In St. Pauls entdeckte man eine Überreste einer römischen Villa mit Wandmalereien und Mosaiken, einem Badezimmer und Fußbodenheizung.
  • Jöcher und Pässe an den heutigen Landesgrenzen wurden seit Jahrtausenden als Fuß- und Handelswege und als Saumpfade genutzt. Die höchsten Jöcher sind das Stilfser Joch im oberen Vinschgau, das Timmerlsjoch in Passeier, das Klammljoch in Rein und das Pfitscher Joch im Wipptal.
  • Die so genannte Ridnauner Riesin stammt von einem Bergbauernhof in Ridnaun. Sie war 2,17 Meter groß und trat Ende des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum als Zirkusattraktion auf.

Und hier noch ein par Bilder der Illustratorin Evi Gasser aus dem Buch:

Hexenstühle

 

 

 

 

 

Brauchtum

SchwabenkinderRömerzeit

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Noch keine Kommentare

Eine Antwort hinterlassen